Sprechen Sie Hundisch?

Eine Sprache für sich

Hunde haben eine eigene „Sprache“, die sie bereits in der 3.-4. Lebenswoche lernen. Ihre Besitzer können diese Sprache über Verhalten, Stimme, Mimik und Körperhaltung des Hundes entschlüsseln.

Seine Liebe zeigt ein Hund auf verschiedene Art und Weise. Er kann seine Zuneigung natürlich nicht wie ein Mensch in Worten ausdrücken, doch in seiner eigenen Sprache gibt es viele Verhaltensweisen, die ein Zeichen seiner Bindung zu Ihnen sind. Ein „Ich liebe dich“ in der Sprache der Hunde.

  1. Schön, dich zu sehen!

    Hunde, die ihren Besitzer lieben, freuen sich immer, ihn wiederzusehen. Ein wedelnder Schwanz signalisiert eine Begrüßung und eine freundliche Stimmung. Diese freudige Begrüßung wird mitunter durch kurzes Bellen ergänzt. Sind Sie der Schnauze Ihres Hundes nahe, kann er auch versuchen, Ihr Gesicht bzw. Ihre Mundwinkel abzulecken. Dieses Verhalten haben Hunde noch aus ihrer Zeit als Welpe bzw. aus ihrem evolutionären Erbe als Rudeltier übernommen – auf diese Weise werden zurückgekehrte ausgewachsene Rudelmitglieder begrüßt.

  2. Spiel mit mir!

    Das Spiel ist Ausdruck gemeinsamer Zuneigung und festigt die gegenseitige Bindung. Sind Vorderkörper und Kopf gesenkt, Hinterteil und Schwanz aber aufgestellt, so stellt dies eine Aufforderung zum Spielen dar. Lebhafte Hunde bellen dabei auch oder springen umher.

  3. Ich vertraue dir

    Die Liebe eines Hundes geht Hand in Hand mit seinem Vertrauen. Hunde sind ihrer Natur nach Rudeltiere. Es gehört für sie dazu, gegenüber ihrem Besitzer auszudrücken, dass sie bereit sind, sich ihm unterzuordnen. Ihr Hund kann dies z.B. im Spiel ausdrücken, wenn er sich auf die Seite legt und seinen Bauch zeigt. Dadurch zeigt er symbolisch seine Verletzbarkeit und damit sein Vertrauen in Sie. Am besten streicheln Sie im Zuge einer solchen Geste den Bauch Ihres Hundes. So zeigen Sie ihm, dass Sie ihn wertschätzen und dass er sich vollends auf Sie verlassen kann.

  4. Ich fühle mit dir

    Hunde haben einen feinen Geruchssinn. Sie spüren, wenn sich der Geruch seines Besitzers durch eine traurige Situation verändert und können auf diese Weise negative Emotionen wahrnehmen. Nähert sich Ihr Hund Ihnen in leicht geduckter Haltung und versucht er, seine Pfote auf Ihr Bein oder Ihr Knie zu legen, so drückt er damit Mitgefühl aus.

  5. Liebe braucht immer zwei

    Der Mensch ist für den Hund Rudelführer. Sie brauchen von ihrem Besitzer Beachtung und Zuwendung, damit sie sich als „Rudelmitglied“ wohl und anerkannt fühlen. Zeigen Sie Ihrem Hund Ihre Liebe, indem Sie auf seine Liebesbekenntnisse positiv eingehen.

  6. Tipp!

    Die Bedeutung der Körpersprache eines Hundes ist immer situationsabhängig. Sind Sie sich einmal unsicher, wie Sie sein Verhalten einstufen sollen, beurteilen Sie immer die Gesamtsituation. Möchte Ihr Hund vielleicht mit etwas bestimmten spielen? Gibt es etwas, dass ihm Angst machen könnte?