Böse Leckerlis

Ungeeignete Lebensmittel für Hunde.

Die meisten Hundebesitzer werden schon einmal schwach, wenn der bettelnde Blick ihres Vierbeiners nach einem Leckerli ächzt und teilen ihre Mahlzeit mit ihrem Liebling. Aber Vorsicht: Eine Reihe von Nahrungsmitteln, die für den Menschen völlig unbedenklich sind und zu seiner täglichen Kost gehören, können Hunden unter Umständen auf den Magen schlagen oder sogar zu Vergiftungserscheinungen führen. Wir haben für Sie eine Liste mit unverträglichen Lebensmitteln zusammengestellt.

  1. Tischabfälle und Speisereste

    Der Nährstoffbedarf des Menschen unterscheidet sich stark von dem seines Hundes. Im Normalfall enthalten unsere Speisereste zu wenig Protein und zu viel Fett (bei vermehrter Aufnahme besteht hier für Hunde vor allem die Gefahr von Bauchspeicheldrüsenentzündungen). Von der Verfütterung solcher Speisereste ist in jedem Fall abzuraten, besonders, wenn diese noch zu stark gewürzt bzw. gesalzen sind!

    Milch bzw. Milchprodukte sollten, wenn überhaupt, nur sehr sparsam verfüttert werden. Ausgewachsenen Hunden fehlt das notwendige Enzym, um Laktose im Körper vollständig zu zerlegen. Nehmen Hunde Milch zu sich, so kann dies zu Durchfall oder weichem Kot führen.

    In Zusammenhang mit Speiseresten können vor allem Zwiebeln oder Knoblauch gefährlich werden. Diese enthalten bestimmte Stoffe, die die roten Blutkörperchen des Hundes zum Platzen bringen. Dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen. Die Aufnahme von bereits mehr als 5 Gramm pro Kilogramm Körpermasse kann tödlich sein!

    Auch Tomaten sind bedenklich. Diese enthalten Solanin, die zu Vergiftungserscheinungen führen können. Potentiell hohe Dosierungen sind in rohen, grünen Tomaten zu finden. Reife Tomaten enthalten wesentlich weniger Solanin, allerdings sollten diese an kleine Hunde nur sehr sparsam verfüttert werden.

  2. Süßigkeiten

    Besondere Vorsicht ist bei Schokolade bzw. Kakao erforderlich – eines der beliebtesten Genussmittel des Menschen kann für Hunde Probleme mit sich bringen. Das im Kakao enthaltene Theobromin lagert sich im Blut des Hundes an, was Vergiftungserscheinungen zur Folge haben kann: Unruhe, Zittern, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Schwäche, erhöhte Atem- und Herzfrequenz. Bei Milchschokolade können 60 Gramm pro Kilogramm Körpermasse tödlich sein, bei Kochschokolade sind es bereits 7 Gramm. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie Ihren Hund regelmäßig mit kleineren Dosen Schokolade füttern: das im Blut angelagerte Theobromin wird nur langsam abgebaut!

    In manchen Süßigkeiten wie z.B. Bonbons oder Kaugummis ist das Süßungsmittel Xylit enthalten. Dieses steigert bei Hunden die Ausschüttung des körpereigenen Insulins in das Blut, was zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels führen kann.

  3. Obst

    Grundsätzlich können größere Kerne bzw. Steine im Obst zu Verstopfung führen. Gefahr besteht auch, wenn Kerne bzw. Steine zerbissen werden, da diese Blausäure enthalten und zu Vergiftungssymptomen führen können: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe – bis hin zum Tod. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, woran Ihr Hund so herumknabbert, wenn Sie mit ihm im Garten oder im Freien unterwegs sind.

    Beim Verzehr von Weintrauben kommt es bei Hunden zu schweren Vergiftungserscheinungen. Bereits 10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht können toxisch wirken und zu Erbrechen, Lethargie und akutem Nierenversagen führen. Noch gefährlicher sind Rosinen, da sie die in Weintrauben für Hunde gefährlichen Schadstoffe konzentriert enthalten – bereits 14 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht können tödlich sein.

    In Avocados ist das Toxin Persin enthalten. Für Menschen unbedenklich, führt dies bei Hunden zu einer Schädigung des Herzmuskels und zu einer Vergiftung, die meist tödlich endet.

  4. Nüsse

    Mandeln, Macadamia-Nüsse und unreife Walnüsse enthalten Schadstoffe, die bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen führen können.

  5. Kartoffeln

    Rohe Kartoffeln enthalten (besonders an grünen Stellen) das für Hunde schädliche Solanin. Sollten Sie also Ihren Hund mit Kartoffeln füttern, ist es unbedingt notwendig, diese vorher zu kochen und grüne Stellen wegzuschneiden.

  6. Eier

    Verfüttern Sie Eier an Ihren Hund, so sollten diese gekocht (bzw. als Rühreier zubereitet) werden. Der Verzehr von rohen Eiern kann bei Hunden zu Verdauungsstörungen und Durchfall führen.

  7. Alkohol, Kaffee, Cola und andere stark koffeinhaltigen Getränke

    Diese Getränke können auf Hunde starke zentralnervöse Effekte haben. Beim Abbau entsteht weiters Theobromin (siehe Schokolade bzw. Kakao), welches ab einer bestimmten Dosis tödlich wirken kann.

  8. Knochen

    Auch wenn Hunde Knochen lieben, sind nicht alle für sie geeignet! Nach dem Kochen sind Knochen spröde und können leicht splittern. Die Splitter können zu Zahnfrakturen, schweren Darmverletzungen oder Verstopfung führen. Einzig rohe, weiche Knochen von jungen Tieren eignen sich zum Füttern Ihres Hundes.

  9. Gehen Sie auf Nummer sicher!

    Hundefutter ist auf die Bedürfnisse von Hunden optimal abgestimmt, entsprechend zubereitet und deckt ihren Nährstoffbedarf perfekt ab. So können Sie sicher sein, dass Ihrem vierbeinigen Freund garantiert nichts auf den Magen schlägt. Wenn Sie also Ihren Hund mit einer vollwertigen Hauptmahlzeit versorgen und gleichzeitig für etwas Abwechslung sorgen möchten, werfen Sie am besten einen Blick auf das Cesar®-Produktsortiment!