Ausstellen auf Hundemessen

Showtime für Ihren Liebling

Sie wollen Ihren Liebling groß rausbringen und im Rampenlicht präsentieren? Dann ist eine der zahlreichen Hundemessen genau die richtige Plattform. Und mit diesem kleinen Leitfaden wird Ihr Kleiner auf der nächsten Hundemesse garantiert ganz groß glänzen!

  1. Die Vorbereitung

    Um Ihren Kleinen auf einer Hundemesse auszustellen, ist es natürlich notwendig, ihn rechtzeitig anzumelden und die Teilnahmegebühr zu entrichten. Üblicherweise wird die Anmeldung über den ÖKV, dem österreichischen Dachverband von über 100 Hundevereinen, abgewickelt. An diesen ist ein Meldeschein (Formular auf der Website erhältlich) ausgefüllt zu versenden und die Teilnahmegebühr zu entrichten.

    Bevor Sie Ihren Hund jedoch anmelden, sollten Sie rausfinden, ob Ihr Vierbeiner zum Ausstellen überhaupt zugelassen werden kann, da es hierfür genaue Vorschriften gibt (so muss z.B. eine Ahnentafel Ihres Hundes vorhanden sein). Am besten informieren Sie sich diesbezüglich direkt beim ÖKV oder bei einem Hundeverein oder Zuchtverband in Ihrer Nähe.

    Was Sie zur Ausstellung auf jeden Fall mitnehmen sollten:

    • Wasser
    • Trinknapf
    • Decke
    • Die richtige Leine (so genannte Ausstellungsleinen sind käuflich erwerbbar)
    • Ahnentafel
    • Meldeschein
    • Ein Impfpass mit zur Gänze gültigen Impfungen Ihres Hundes

    Auch ein paar Spielzeuge und Leckerlis sind keinesfalls verkehrt, da es während der Ausstellung zu längeren Wartezeiten kommen kann – so können Sie Ihren Hund spielerisch beschäftigen und gleichzeitig motivieren. Wenn Sie zu einer Hundemesse länger mit ihrem Hund reisen müssen, lesen Sie am besten auch unsere Tipps für das Reisen mit dem Hund!

    Vor der Ausstellung ist es erforderlich, Ihren Hund in eine optimale Kondition zu bringen. Dazu gehören eine gute körperliche Verfassung, das optimale Gewicht und die richtige Haarform. Bestimmte Rassen müssen vor der Ausstellung nach Standardvorgaben getrimmt oder geschoren werden.

    Bei der Ausstellung präsentieren Sie Ihren Liebling im so genannten Vorführring. Für einen reibungslosen Ablauf sollte Ihr Hund darauf trainiert sein, im Trab neben Ihnen herzulaufen, und zwar innen (also links von ihnen). Die richtige Geschwindigkeit stimmen sie am besten vorher zuhause durch regelmäßiges Üben mit dem Kommando „Bei Fuß!“ ein. Das Lieblingsspielzeug oder ein Leckerli sind auch hier der richtige Motivator.

    Die Zuchtrichter kontrollieren Gebiss und Körperbau des Hundes eindringlich, Ihr Hund sollte also gegenüber Berührungen von Fremden relativ unempfindlich sein bzw. sollten Sie das Abtasten und Überprüfen der zu kontrollierenden Körperpartien bereits vorher mit ihm üben. Dies betrifft speziell das Gebiss und bei Rüden die Hoden.

    Auch das Kommando „Steh!“ sollte Ihr Hund verinnerlicht haben, da er im Vorführring direkt vor dem Richtertisch begutachtet werden wird und zu diesem Zweck ruhig stehen können muss. Üben Sie dieses Kommando am besten mit ausreichend Leckerlis.

  2. Der Ablauf

    Sobald Sie und Ihr kleiner Star die Formalitäten beim Einlass und die verpflichtende Tierarztkontrolle hinter sich haben, müssen Sie den Vorführring für die entsprechende Hunderasse finden. Bei diesem handelt es sich um einen abgegrenzten Kreis, in welchem die Richter Ihren Hund begutachten. Die Teilnehmer stellen sich dort in Reihenfolge der Startnummern auf. Zunächst werden alle Teilnehmer einer Gruppe zu einer gemeinsamen Trabrunde im Vorführring aufgefordert. Anschließend wird jeder teilnehmende Hund von den Richtern einzeln bewertet, während die anderen Teilnehmer der Gruppe im Ring warten. Dabei werden rassenspezifische Körpermerkmale geprüft sowie der Hund in Bewegung bewertet. Zum Schluss kommt es nochmals zu einem gemeinsamen Traben aller Teilnehmer im Vorführring, bevor die Platzierungen bekannt gegeben werden.

  3. Ein paar praktische Tipps

    Bleiben Sie immer schön ruhig. Hektik und Nervosität übertragen sich auch auf Ihren Kleinen und beeinträchtigen seine Leistung.

    Ihr Hund sollte im Vorführring immer professionell wirken – das heißt er sollte voll bei der Sache sein, auf Ihre Kommandos hören und sich nicht von äußeren Umwelteinflüssen (andere Artgenossen, Lärm, fremdes Spielzeug) ablenken lassen.

    Beim Anstellen vor dem Vorführring kommt es immer wieder zu längeren Wartezeiten. Platzieren Sie sich in der Wartschlange gemäß Ihrer Startnummer und halten Sie genug Abstand zu anderen Mitbewerbern, damit Ihr Hund nicht unnötig abgelenkt wird. Versuchen Sie, Ihren Vierbeiner auf sich zu konzentrieren und beschäftigen Sie sich mit ihm.